Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg! M.Gandhi
 
06 September 2010
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Statement, das ist politisches Radio auf Radio Blau, dem Bürgerradio aus Leipzig, mehr Sendung: 2mal im Monat, Mittwoch 18.00 Uhr, genaue Infos dazu unter www.radioblau.de
 
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Friedensbüro Hannover


Frieden


Offener Brief an Leipziger Bundestagsabgeordnete PDF
Tuesday, 23. February 2010

Abgeordnete des Bundestages der Region Leipzig

Betrifft: Abstimmung zur Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages, 

am 26.02.10 berät und beschließt der Deutsche Bundestag über eine Ausweitung des Afghanistan- Einsatzes der Bundeswehr. Als Abgeordnete der Region Leipzig tragen Sie dabei eine besondere Verantwortung: Oberst Klein, der Befehlshaber beim ISAF- Bombardement auf zwei Tanklaster in Kunduz, bei dem 147 vorwiegend zivile Opfer zu beklagen waren, ist bei der 13. Panzergrenadierdivision Leipzig stationiert.

Der Krieg in Afghanistan geht in das neunte Jahr. Die vorgeblichen Ziele dieses Krieges sind weiter denn je von einer Realisierung entfernt. Eine korrupte, wahlfälschende Regierung aus westlichen Marionetten, Warlords und Drogenhändlern kann sich nur unter massiven Einsatz ausländischer Truppen in einem Teil des Landes halten, der erneute Aufstieg der Taliban schreitet unaufhaltsam voran. Fast täglich sind Opfer von NATO- Bomben unter der Zivilbevölkerung zu beklagen. Das afghanische Volk leidet unter der Kriegsführung aller Konfliktparteien.

Nach aktuellen Umfragen lehnen über siebzig Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung (und damit auch Ihrer Wähler) den Afghanistan- Einsatz der Bundeswehr ab. Weder eine Aufstockung der NATO-Truppen noch die Afghanisierung des Krieges, weder angeblich „neue Strategien“ oder medial überhöhte Offensiven könne zu einer Lösung beitragen. Diese besteht im Gegenteil in Verhandlungen unter Einbeziehung aller Beteiligten und einem Abzugsplan für die NATO-Truppen ohne vorherige Verstärkung sowie der einer Ausweitung wirklicher ziviler Hilfe.

Wir bitten Sie, bei dieser Abstimmung wirklich nur Ihrem Gewissen zu folgen und den Einsatz zusätzlicher Soldaten anzulehnen. Diese Forderung vertraten Leipziger Friedensbewegte auch bei der Afghanistan- Demo am 20. Februar in Berlin. Das Leben afghanischer Zivilisten und deutscher Soldaten liegt auch in Ihren Händen.

Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 21. April 2010 )
 
Flyer Sammlung antimilitaristsicher Aktionstag PDF
Saturday, 14. November 2009

20 Jahre friedliche Revolution-

Deutschland endlich wieder im Krieg !

Ob Lichterfest, Wendejubiläumstaumel oder UNICEF- Gala: bei jeder (un)passenden Gelegenheit präsentiert sich Leipzig gern als die Welthauptstadt des Friedens. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, welche Rolle Leipzig in unfriedlicher Weise bei den aktuellen Kriegen spielt:  

·        Über den Flughafen Leipzig/ Halle werden jährlich hunderttausende GIs in die Kriegsgebiete in Afghanistan und den Irak verflogen. Hier werden die Antonows gewartet, die auf Anforderung der NATO Waffen und schweres Kriegsgerät in alle Welt bringen.

·        Einheiten der 13. Panzergrenadierdivision Leipzig stellten im letzten halben Jahr die Truppen, die das Großmachtstreben der Bundesrepublik am Hindukusch verteidigten.

·        Oberst Georg Klein, der den Bombenangriff auf die Tanklaster in Kunduz mit dutzenden zivilen Toten anforderte und sich deswegen vor Gericht verantworten muss, ist ansonsten in Leipzig stationiert.

·        Leipziger Arbeitsamt und Wirtschaft machen sich zum Erfüllungsgehilfen der Bundeswehr, wenn es neues Kanonenfutter zu rekrutieren gilt.

Aus den Wendeträumen von Friedensdividende und Abrüstung nach dem Wegfall der Blockkonfrontation ist zwanzig Jahre später nur die blutige Realität kriegerischer Auslandseinsätze der Bundeswehr und eine ständig weiter fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft geblieben. Eigentlich kein Grund zum Feiern.

Die überwiegende Zahl der Leipziger lehnen sowohl die Auslandseinsätze aus der Olbrichtkaserne als auch die Kriegsgewinnlerei am Flughafen ab. So wie sich auch die Mehrheit der Bundesbürger trotz medialer Dauerberieselung weiterhin gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr ausspricht.

 Helfen auch Sie den Leidtragenden. Spenden Sie für die zivilen afghanischen Opfer der 13. Panzergrenadierdivision

 Die eingenommen Gelder werden wirklichen Hilfs- und Wiederaufbauprojekten in Afghanistan zur Verfügung gestellt.

Und falls Sie es sich später noch überlegen sollten: Kennwort Kunduz beim Friedenszentrum e.V. Leipzig

Kto.-nr. 307604507   Volksbank Leipzig e.G.     BLZ 86095604                 Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt.

 

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 10. December 2009 )
 
Afghanistan- Tote in Leipzig/Halle empfangen PDF
Sunday, 6. September 2009

PM Tote Afghanistan- Soldaten nach Leipzig zurückgekehrt      27.06.09

Gerade eben feierte die 13. Panzergrenadierdivision Leipzig bei einem „Festtag für Soldaten der Garnison Leipzig“ ihr Sommerbiwak mit „einem zünftigen Fassbieranstich“ und „musikalischer Untermalung durch die Combo des Wehrbereichsmusikkorps“ sowie „Knüppelkuchen und Tombola“ (www.deutschesheer.de), da konnten sie kurz darauf drei umgekommene Kameraden mit „militärischen Ehren“ auf dem Flughafen Leipzig- Halle in Empfang nehmen- im Zinksarg bzw. Leichensack. Diese waren „in einem Feuergefecht bei Kundus“ in einen Wassergraben gestürzt bzw. „gefallen“. Volles Programm also.

Nicht zufällig stammen die drei Toten aus den neuen Bundesländern: gerade hier macht sich die Bundeswehr die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher zu Nutze, um Kanonenfutter für weltweite Kriegseinsätze zu rekrutieren. Gegen Völkerrecht, UN- Charta und Grundgesetz. Das nächste Mal bei einer  „Schultour des Zentrums für Nachwuchsgewinnung Ost“ an Leipziger Schulen vom 10. bis 14. August. Wird ja jetzt vielleicht abgeblasen.   

Wer Deutschlands Sicherheit für Geld, gute Worte und einen Blick zur Sonne am Hindukusch verteidigt (gegen die Mehrheit der Bevölkerung und unterstützt durch die Mehrheit der derzeitigen Parlamentarier), wird sich in Zukunft einen Auslandseinsatz mit damit verbundenen Risiken wie Tod oder PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung) hoffentlich genauer überlegen.

Im übrigen wären in der aktuellen Krise die für die Bundeswehr rausgeschmissenen 30 Milliarden Euro in einem „von Freunden umzingelten“ Deutschland sowieso besser in Bildung und Sozialleistungen investiert. Durch Erlebnisberichte heimkehrender Afghanistan- Veteranen in der Öffentlichkeit könnte sich eine Erkenntnis wieder durchsetzen, die ein 1945 vereint niedergelegtes Deutschland scheinbar begriffen hatte: „Nie wieder Krieg!“

Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 3. November 2009 )
 
antimilitaristische Nachrichten 10/09 PDF
Sunday, 6. September 2009

Amina- antimilitaristsiche Nachrichten                            auch am Mi 04.11.09    18 Uhr   Radio Blau Leipzig

Drohnen gegen Antiamerikaner

Ein Erlass des US- Präsidenten nach 09/11 gewährt dem Präsidenten, dem Verteidigungsminister, dem Innenminister und vermutlich auch irgendwelchen untergeordneten Beamten das Recht, jedermannzu einem „Unlawfull Enemy Combatant“ (zu einem illegalen feindlichen Kombattanten) zu erklären. Mit einem zweiten Geheimerlass ermächtigte Bush die CIA, feindliche Kombattanten ins Visier zu nehmen und zu ermorden – auch dann, wenn sie US-Bürger sind. Zur Liquidierung vermeintlicher Antiamerikaner dienen vor allem unbemannte Drohnen.

Wahlkrampf in Afghanistan beendet

Die Tragödie wird endgültig zur Farce: Nach dem Verzicht auf eine Stichwahl und nur einem verbliebenen Kandidaten ist in Kabul Hamid Karsai zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt worden. Die Wahlkommission, an deren Unabhängigkeit es sogenannte Zweifel gibt, hatte nach dem Rückzug des früheren Außenministers Abdullah Abdullah die Stichwahl abgesagt. Die internationale Gemeinschaft hatte zum besseren unter-den-Teppisch-kehren die Absage der Stichwahl gefordert. Die von der Uno unterstützte Wahlbeschwerdekommission hatte bei der ersten Wahl knapp ein Viertel der Stimmen für ungültig erklärt. Soviel zu den Erfolgen bei der Installation einer Demokratie nach Bushschem Muster, die deutsche Soldaten beim WUK- Einsatz (WahlfälscherUnterstützungsKommando) am Hindukusch verteidigen.

MdB Inge Höger meint dazu: “Die Bundesregierung und die NATO stehen bezüglich ihrer politischen Begründung für den Krieg in Afghanistan nun unwiderruflich vor einem gigantischen Trümmerhaufen. Sie haben mit dem neuen alten Präsidenten Karsai einen Bündnispartner in Afghanistan installiert, der auch noch den letzten Rest an Legitimität verloren hat. Das Wahldebakel hat deutlich gezeigt, dass sich eine demokratische Wahl unter den Bedingungen von Krieg und Besatzung nicht durchführen lässt. Die NATO und die Bundeswehr werden zum Komplizen eines Wahlbetrügers, wenn sie nun weiter an der Seite Karsais und seiner Armee kämpfen. Zudem kooperiert Karsai eng mit Kriegsverbrechern, früheren Warlords und Drogenbossen.

Berlin in Erklärungsnot

Im Dezember steht die nächste Bundestagsentscheidung für das WUK- Mandat der Bundeswehr in Afghanistan an. Innerhalb der schwarz-gelben Koalition und bei der bisher meist brav zustimmenden Opposition mehren sich die Bedenken. Karsais Regierung soll nachvollziehbare Erfolge bei der Verfolgung von Korruption und Drogenmafia erzielen. Wenn nicht wird mit einer Aufstockung der Bundeswehr und dem Einzug deutscher Gründlichkeit bei der Talibanbekämpfung gedroht.

Taliban in Pakistan vor dem Ende

Die Offensive der pakistanischen Armee ist nach eigenen Aussagen ein voller Erfolg. In dem Dorf Sherwangi in Süd-Waziristan haben die Soldaten Laptops, Störsender, Geräte für den Internet-Zugang via Satellit, Maschinengewehre und den Reisepass des Deutsch-Marokkaners Said Bahaji gefunden. Das beweist erstens: bei den Preisen für die Neuerstellung eines deutschen Passes sind die Taliban finanziell am Ende und zweitens: Terroristen lernen nicht aus eigenen Fehlern. Ob die Armee nach ihrer Offensive mehr Erfolge als sichergestellte Pässe präsentieren kann, ist allerdings noch offen. Rund 250 000 Zivilisten sind bereits vor den Kämpfen aus der Region geflohen. Derweilen ereignen sich abseits der Einsatzgebiete Bombenattentate am laufenden Band.

In Kundus nichts neues

Knapp zwei Monate nach dem umstrittenen Luftangriff auf zwei entführte Tanklaster in Afghanistan erhält der Bundestag nun Einsicht in geheime Nato-Dokumente. Darf sie aber nicht weitererzählen. Der Bericht bewertet auf 75 Seiten sowie 500 Seiten Anlagen das Verhalten des deutschen Oberst Georg Klein, der das Bombardement angefordert hatte. Das Verteidigungsministerium wies zugleich Berichte zurück, wonach die deutsche Seite die Nato-Untersuchung über den folgenschweren Luftangriff beeinflusst haben soll. Na wo kämen wir denn da hin.

 

Talibananschlag in Bad Salzungen?

Bei einem schweren Unfall auf dem Gelände einer Bundeswehrkaserne in Bad Salzungen (Wartburgkreis) sind gestern Morgen 13 Soldaten teils schwer verletzt worden. Ein 26-jähriger noch keiner Terrorgruppe zugeordneter Stabsunteroffizier sei in der Dämmerung aus bisher ungeklärter Ursache mit seinem Privat-Pkw in eine Gruppe von Soldaten gefahren. Oberstleutnant Stefan Keip, Pressesprecher der 13. Panzergrenadierdivision Leipzig, zu der das Bad Salzunger Panzerbataillon gehört, erklärte der LVZ,  „der Fahrer solle die zur Waffenausgabe angetretenen Rekurten! (Original LVZ) übersehen haben“. Der Mangel an Einsatzfahrzeugen bei der Bundeswehr wird offenbar immer schlimmer. 

Totgeredete leben länger

Zwei Selbstmordattentäter haben im Oktober im Irak in Bagdad mindestens 132 Menschen mit in den Tod gerissen. Mindestens 500 weitere Menschen wurden nach Angaben des Innenministeriums bei dem Blutbad in der irakischen Hauptstadt verletzt. Die Regierung machte das Terrornetz El Kaida und Überreste der unter Saddam Hussein herrschenden Baath-Partei verantwortlich. Ach so: der Krieg im Irak ist offiziell seit Jahren beendet. Und Al Kaida war schon mehrmals verschwunden.

Immer raus mit den Steuergeldern

Deutschland hat für den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan in den letzten zwei Jahren mehr als dreimal so viel ausgegeben wie für den zivilen Wiederaufbau. Das geht aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage des Linkspartei-Abgeordneten Roland Claus hervor.

Stirb schneller 5.0

Das Pentagon beschleunigt die Fertigstellung einer riesigen Bombe, die dafür entworfen wurde, verborgene unterirdischen Waffenbunker zu zerstören, die durcheine dicke Stahlbetondecke geschützt sind. Der 15 Tonnen schwere Koloss, der als MOP (Massive Ordnance Penetrator) bezeichnet wird, ist die größte konventionelle Bombe im US-Waffenarsenal und wird ca. 2.000 kg Sprengstoffenthalten. Die Bombe ist ungefähr zehnmal stärker als die Waffe, die sie ersetzen wird. Das Pentagon hat zusätzlich fast 52 Millionen Dollar bewilligt, um den Tarnkappen-Bomber B2 für den Transport dieser Bombe umrüsten zu lassen.

Letzte Aktualisierung ( Saturday, 14. November 2009 )
 
Weltfriedenstag PDF
Sunday, 6. September 2009

PM: Gedenken zum 70. Jahrestag des Beginn des 2. Weltkrieges        27.08.09

Am 01. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der zweite Weltkrieg. Zum Gedenken an diesen Tag  treffen sich Leipziger Friedensbewegte am 01. September 2009 ab 17 Uhr auf dem Lindenauer Markt.

Siebzig Jahre nach Beginn des weltweiten Gemetzels scheinen die Lehren aus dem zweiten Weltkrieg in  Deutschland vergessen: deutsche Soldaten beteiligen sich in kriegerischen Auseinandersetzungen in Afghanistan, im Kosovo oder am Horn von Afrika. Deutschland steht hinter den USA und Russland auf Platz drei der weltweiten Waffenlieferanten, beteiligt sich in erster Reihe an der Ausbeutung der dritten Welt und schottet sich in Europa vor den Flüchtlingsbewegungen ab, die durch neoliberale und neokoloniale „Entwicklungs“politik entstehen. Deutschland und insbesondere der Flughafen Leipzig/ Halle spielen entgegen den Festlegungen des Grundgesetzes eine zentrale Rolle bei der weltweiten Durchsetzung der globalen strategischen Interessen von USA, NATO und EU.

Im Rahmen der Präsentation Leipziger Vereine und Organisationen, einer friedenspolitischen Diskussion mit Bundestagskandidaten und kultureller Umrahmung wird der zweite Leipziger Friedenspreis an Stefan Bosch von der Abschiebehaftgruppe des Leipziger Flüchtlingsrates verliehen. Zum Abschluss werden im Café des Theaters der Jungen Welt Aussagen amerikanischer GIs aus dem Irak und Afghanistan präsentiert, die im Rahmen einer Anhörung der Iraq veterans against the war aufgezeichnet wurden.

Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 3. November 2009 )
 
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